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Gemeinden und Strömungen

Orthodox, liberal, sefardisch, Chabad.

Wer «die» jüdische Gemeinde sucht, findet in der Schweiz mehrere parallele Strukturen. Das ist normal — und für Besucherinnen und Besucher wichtig, weil Gottesdienstritus, Zugang und Sprache unterschiedlich sind.

Einheitsgemeinden

In vielen Städten gibt es eine historisch gewachsene Einheitsgemeinde (etwa ICZ in Zürich, IGB in Basel, Gemeinden in Bern, St. Gallen, Luzern, Lugano, Lausanne). Sie tragen oft die Synagoge des 19. Jahrhunderts, Friedhof, Sozialwerk und Religionsunterricht.

Orthodoxe und chassidische Minjanim

Vor allem in Zürich bestehen zusätzliche orthodoxe Gemeinden und Minjanim (IRG, Agudas Achim, Machsike Hadass, chassidische Gruppen). Gottesdienst und Alltag folgen dort strengeren halachischen Regeln.

Liberal und sefardisch

Liberale Gemeinden gibt es namentlich in Zürich (Or Chadasch) und Genf (CJL). Sefardische Gottesdienste finden sich unter anderem in Genf (Hekhal Haness) und an weiteren Orten.

Chabad

Chabad-Häuser sind in mehreren Städten Anlaufstellen — oft mit offenem Programm, Jugend- und Familienangeboten. Sie ergänzen die klassischen Gemeinden, ersetzen sie aber nicht.