Judentum in der Schweiz
Gemeinden, Sprachen und öffentliches Leben.
In der Schweiz leben rund 18’000 Jüdinnen und Juden. Die Mehrheit ist in deutschsprachigen Gemeinden organisiert, daneben gibt es bedeutende französischsprachige Gemeinden in Genf, Lausanne und La Chaux-de-Fonds sowie eine Gemeinde in Lugano.
Das öffentliche jüdische Leben ist plural: orthodoxe und konservative Gemeinden, liberale Gemeinden, Chabad-Häuser, Minjanim und soziale Einrichtungen. Dachverband der Einheitsgemeinden ist der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG).
Dieses Verzeichnis sammelt Kontaktadressen von Synagogen, Bethäusern und zugehörigen Einrichtungen. Es ist ein privates Informationsangebot und ersetzt nicht die Auskunft der jeweiligen Gemeinde — insbesondere zu Gottesdienstzeiten, Sicherheit und Besuchsmöglichkeiten.
Sprache und Alltag
In Zürich und Basel wird in den Gemeinden Deutsch und oft Jiddisch oder Iwrit gesprochen; in der Romandie Französisch. Viele Gemeinden bieten Infos auf mehreren Sprachen an. Der Schabbat beginnt am Freitagabend und endet am Samstagabend — in dieser Zeit sind Büros und oft auch Telefone nicht besetzt.
Recht und Anerkennung
Die Religionsfreiheit ist in der Bundesverfassung verankert. Einzelne Kantone anerkennen jüdische Gemeinden öffentlich-rechtlich, andere kennen nur privatrechtliche Vereine. Antisemitismus und Sicherheitsfragen sind Teil der aktuellen Realität; viele Standorte haben deshalb kontrollierte Zugänge.